Viele von euch werden beim Anblick dieses Smartphones sicherlich denken, es handelt sich um ein neues Modell der Marke Blackberry, doch der erste Eindruck täuscht! Es ist das neuste Facebook Phone von HTC, das Chacha. Wie es sich im Alltag schlägt, und ob die Facebook Funktion hält, was sie verspricht erfahrt ihr in diesem Testbericht. Viel Spaß!
Eindruck und Verarbeitung
Wenn man das HTC Chacha das erste Mal in den Händen hält, fällt sofort die HTC typische, gute Verarbeitung auf. Das Gehäuse ist sauber verarbeitet, es gibt keine scharfen Kanten, alles ist glatt, und abgerundet, das Gerät liegt gut in der Hand. Dies liegt auch mit an der leichten Wölbung, welche aber erst sichtbar wird, wenn man das Gerät auf eine glatte Oberfläche legt.
Die Tastatur, welche mehr als die hälfte der Vorderseite einnimmt, lässt sich leicht mit dem Daumen bedienen, der Druckpunkt der Tasten ist nicht zu leicht, aber auch nicht zu stark, Sonderzeichen sind per Tastenkombination einfach zu erreichen und auch das Layout entspricht dem Deutschen Qwertz.
Sofort nach dem Einschalten wird einem erst wirklich klar, wie klein das nur 2,6 Zoll (6,6cm Bildschirmdiagonale) messende Display ist. Die Auflösung ist mit 480×320 Pixeln ist zwar passabel, allerdings ist das Display deutlich zu klein um eine präzise Steuerung mit dem Finger zu erlauben. So passiert zum Beispiel oft, dass man einen Punkt, den man treffen wollte verfehlt, und so eine ganz andere Option gewählt hat, als ursprünglich gewünscht. Trotzdem reagiert das Gerät sehr zügig, was besonders an dem eingebauten 800Mhz Qualcomm Prozessor liegt. Des weiteren besitzt das Chacha 512 Megabyte Arbeitsspeicher, was für ein Mittelklasse Smartphone ordentlich ist. Eine weitere Besonderheit ist, dass das Chacha trotz der geringen Displaygröße über Multitouch verfügt, was heute bei Geräten der Mittalklasse leider noch nicht zum Standard gehört.
Zur weiteren Ausstattung gehören neben dem üblichen 3,5 mm Audioanschluss, einem Micro-USB Anschluss und einem Micro-SD Kartensteckplatz. Bluetooth 3.0, W-LAN (b/g/n), Sowie GPS und Digitaler Kompass sind ebenfalls mit an Bord. Die beiden eingebauten Kameras verfügen über 5 Megapixel auf der Rückseite, und 0,3 Megapixel auf der Vorderseite. Dies ist heute eigentlich Standard, jedoch lässt die Bildqualität stark zu wünschen übrig. Die Bilder sind zwar eine hohe Auflösung, aber die schlechte Belichtung trotz dem eingebautem LED-Blitzlicht, und mangelnder Schärfe lässt die Bilder nicht wirklich gut aussehen, wenn man sie mit den von deutlich teureren Smartphones (im Test HTC HD2) vergleicht.
Der “Facebook Knopf”
Viele von euch werden sich sicher fragen, was macht das HTC Chacha zu etwas Besonderen? Es ist der eingebaute “Facebook Knopf”. Er ermöglicht das einfache teilen von Inhalten aus dem Internet oder der eigenen Bildergalerie auf Facebook. Wenn ihr also häufig am posten und teilen seid, würde sich diese Funktion sicher für euch lohnen, da es wirklich Zeit spart. Es bleibt fragwürdig, ob dieser “Facebook Knopf” ein wirkliches Verkaufsargument ist.
Software und Bedienung
Als Betriebssystem kommt beim HTC Chacha Android Gingerbread in der Version 2.3.4. zum Einsatz, allerdings mit der HTC typischen Sense Oberfläche, welche aber für das Landscape Display des Chachas stark modifiziert wurde. Bedienen lässt sich das Gerät, wie von Android gewohnt, einfach. Die Homescreens sind einzeln konfigurierbar. Ansonsten lässt sich eigentlich nicht viel Neues sagen, Apps laufen zügig und stabil. Die Texteingabe ist nur über die eingebaute Qwertz Tastatur möglich, eine optionale Softwaretastatur ist nicht vorhanden.
Design und Alltagstauglichkeit
Das Design des Chachas ist weniger von den Blackberry Smartphones inspiriert, als wir dachten. Es ist im HTC typischen Stil gehalten, es sticht durch seine Schneeweiße Farbe und die vollwertige Qwertz Tastatur deutlich aus der Masse hervor. Derzeit ist Das HTC Chacha in den Farben Weiß/Silber (Deutschland), aber auch Schwarz und Lila/Blau (USA) erhältlich.
Das HTC Chacha hat sich in unserem Alltags-Test überraschend gut geschlagen. Der Akku hielt mit seinen 1250mAh ganze zweieinhalb Tage durch, was wir beachtlich finden, das wir das Gerät ausgiebig genutzt haben und wir finden dieses Ergebnis kann sich sehen lassen! Außerdem hat uns das gerät durch seine Kompaktheit überzeugt. Es passt problemlos in jede noch so kleine Hosentasche und stört, im Gegensatz zu den meist größeren High-End Geräten nicht in der Tasche, was es auch seiner leicht gewölbten Form zu verdanken hat. Trotzdem ist es manchmal etwas mühselig einen längeren Text auf der Tastatur zu tippen, was aber mit der Größe der Hände bzw. Finger zusammenhängt.
Fazit
Der Kaufpreis von ca. 300€ wirkt auf den ersten Blick eventuell abschreckend, wir finden ihn jedoch fair, wenn man bedenkt, dass man für diesen Preis ein Qualitativ hochwertiges Mittelklasse Smartphone bekommt welches, wie nur wenige andere , über eine volle Qwertz Tastatur verfügt, da kann man nicht meckern! Ich persönlich finde, dass das Chacha eine günstige Alternative zu den teureren Blackberry Smartphones ist, sich aber durchaus damit messen kann. Für meinen Geschmack ist das HTC Chacha allerdings zu klein, ich bin es gewöhnt auf großen Displays und einer Software Tastatur zu tippen, aber das ist bei jedem anders. Ich denke speziell für Frauen ist dieses Smartphone ideal, da es einfach zu bedienen, handlich und preiswert ist. Vielleicht das perfekte Weihnachtsgeschenk?
Zum Schluss möchten wir noch HTC DACH danken, dass sie uns das Chacha als Testgerät zur Verfügung gestellt haben. Wir würden uns natürlich auch über weitere Unterstützung freuen!
Quelle: HTC
Pingback: Facebook Smartphone…powered by Windows Phone?