Dell Venue 8 7000- Das dünnste Tablet – Review

Endlich habe ich die Zeit gefunden euch meine Eindrücke des Dell Venue 8 7000 nieder zuschreiben. Ich möchte mich am Anfang gleich bei Dell für die Möglichkeit des Testens bedanken.

In der Verpackung des Dell Venue 8 7000:
  • Dell Venue 8 7000 Tabet
  • USB-Kabel
  • USB-Netzteil
  • Diverse Handbücher

In unserem Unboxing zeigen wir außerdem noch Zubehör von Dell wie den Stift, welches beim normalen Kauf des Gerätes nicht dabei ist.

Technische Daten

An Technik hat Dell beim Venue 8 der 7000er Serie definitiv nicht. Ein Intel Atom Z3580 mit bis zu 2,3 GHz wird von 2 GB RAM unterstützt. Der Bildschirm löst mich 2560 x 1600 Pixel auf, also einem Wert über Full HD. Dazu ist das ganze ein OLED, wodurch die Farben zwar etwas überzeichnet, aber wirklich wunderschön wirken. Ich bin ein großer Fan von OLEDs. Zum Speichern gibt es 16 GB internen Speicher welcher sich per MicroSD-Karte erweitern lässt (um bis zu 512 GB). Dazu gibt es natürlich noch Bluetooth 4.0, W-Lan nach dem ac-Standard und den sonstigen Schnickschnack.

IMG_4767Eine Besonderheit neben den Kameras, darauf gehe ich später nochmal genauer ein, ist auf jeden Fall die Dünne des Geräts. Mit nur 6 mm haben wir hier das aktuell dünnste Tablet der Welt. Dazu ist es mit 305 Gramm auch vom Gewicht noch recht angenehm, auch wenn irgendwelche Plastibomber-Tablets hier meist besser abschneiden, ich mag allerdings das gewählte Material. Geladen wird das Dell Venue übrigens via Micro-USB, das ist nicht bei jedem Tablet so. Ich finde es aber sehr angenehm, da man nicht wieder ein weiteres Ladegerät braucht, welches nur genau an dieses Tablet passt.

Optik, Haptik und Verarbeitung

Was die Optik des Dell Venue 8 angeht muss ich sagen, ich habe mich verliebt. Selten ist mir ein schöneres Tablet unter die Augen gekommen. Dünn, ein schmaler Rahmen (bis auf die Seite mit der Kamera und dem Lautsprecher), sehr schöne Materialwahl und alles in allem einfach wunderschön. Ja ich weiß das ist alles Geschmackssache, aber ich kenne niemanden der gesagt hat, dass ihm dieses Tablet von der Optik nicht gefallen würde. Also wenn es danach geht hat das Venue 10 von 10 Punkten verdient!

IMG_4766Die Haptik sieht da schon etwas anders aus. Das Venue 8 liegt auf jeden Fall recht gut in der Hand, zwar sind die Kanten etwas sehr eckig aber mich hat das nicht gestört. Ein größeres Problem war dabei eher die Anordnung der Kameras. Die Frontkamera ist auf der Unterseite des Tablets und die Hauptkamera besteht aus drei Kameras. Es ist eigentlich fast unmöglich eine angenehme Position zu finden in der man das Tablet hält ohne dabei irgendwie die Kamera zu verdecken, gerade wenn man skypen will sehr nervig. Das Gleiche gilt für die Kameras auf der Rückseite, man hält fast immer eine Kamera zu, sehr suboptimal wenn man Fotos machen will. Wenn einem diese Punkte allerdings egal sind, dann liegt das Tablet gut in der Hand.

Dell gewohnt ist der Verarbeitung übrigens super. Man hat wirklich das Gefühl, dass dieses Prachtstück unzerstörbar ist. Keine Spaltmaße zu sehen, kein Knacken zu hören, sondern einfach nur stabil.

Software

Dell setzt als Software auf Android 4.4 KitKat, ein Update auf Android 5.0 Lollipop ist allerdings schon im Roll-Out. Dell hat die Oberfläche kaum angepasst und das gefällt mir sehr gut. Ich bin einfach kein Fan von den quietschbunten Icons wie bei Samsungs TouchWiz Oberfläche. Dell schmeißt dabei selbst noch ein paar Apps mit an Bord, allerdings hält sich die Bloatware in Grenzen und belegt nicht wie bei manchen Samsung Smartphones die Hälfte des Speichers. Dazu läuft das Tablet ohne größeren Hänger oder Ruckler, für mich wirklich wichtig.

Display

Wie schon im Abschnitt der technischen Daten muss ich einfach sagen, dass das Display ein wahrer Augenschmeichler ist. OLED und eine Auflösung über Full HD werfen bei mir immer wieder die Frage auf wieso man bei einem Notebook für ein Full HD Display oft sehr hohe Preise zahlen muss. Das Display das Dell Venue 8 ist dazu hell genug, dass es draußen nicht zum Schminkspiegel wird. An Blickwinkel konnte ich auch von überall drauf schauen und habe immer noch sehr gut alle Inhalte erkennen können. Die kräftigen Farben des OLED machen mir persönlich immer sehr viel Spaß auch wenn es genug Leute gibt, welche diese Farbe als zu unnatürlich erachtet, das ist aber eben Geschmackssache.

IMG_4763Akku

Akkulaufzeit bei Tablets zu bewerten finde ich immer so schwer, da man sie über den Tag eher unregelmäßig benutzt. Ich konnte das Venue 8 aber durchaus mal drei bis vier Tage mit einer Akkuladung betreiben, natürlich war es dann eher in mäßigem Gebrauch, aber ich bin eben kein Mensch der viel auf Tablets spielt oder Filme schaut, dafür nutze ich dann doch lieber meinen Fernseher. Für YouTube und ein bisschen surfen hält der Akku aber durchaus ein paar Tage durch, für mich sehr positiv!

Kamera

Die Kamera des Dell Venue 8 ist etwas ganz besonders. Dell hat nämlich eine Intel® RealSense™ Snapshot Tiefenkamera in das Gerät gebaut. Auf der Rückseite sind also drei Linsen zu finden, welche durch das berechnen der Einzelnen Bilder eine genauere Tiefenunschärfe hinbekommen und dazu die Objekte zum Teil im Nachhinein noch scharf stellen lassen. Ein nettes Feature, allerdings habe ich die Kamera selten im Tiefenunschärfemodus verwendet, da hier die Auflösung sinkt und die Bilder sehr schnell anfangen zu rauschen. Zum Herumspielen und für das nächste Bild auf Instagram ist es auf jeden Fall aber eine sehr nett Kamera. Um euch noch die Videoqualität zu demonstrieren habe ich mal ein Test Video auf YouTube hoch geladen:

Zubehör

Beim Zubehör könnten wir beim Dell eigentlich gleich zwei Unterkategorien eröffnen. Dell war so freundlich und hat uns neben dem Dell Cast noch den Dell Active Stylus eingepackt.

Kommen wir erstmal zum Dell Cast. Der Dell Cast ist so ähnlich wie der Microsoft Miracast Stick, allerdings leider nur für Dell Geräte. Die Verwendung ist dabei relativ einfach, HDMI-Stick in den TV, per USB mit Strom versorgen und noch ein USB-Tastatur und/oder Maus an den Dell Cast. Jetzt kann auf dem Tablet der Dell Cast angewählt werden und seinen Bildschirm auf den TV bringen. Dazu liefert das Venue gleich eine angepasste Oberfläche welche man als eine Desktop-Oberfläche für Android beschreiben könnte. So ganz flüssig läuft das Ganze leider nicht und ich habe ehrlich gesagt auch keine Apps gefunden bei denen es wirklich Sinn ergeben hätte. Schade finde ich dazu, dass man eine Maus und Tastatur an den Dell Cast hängen muss um den Bildschirminhalt zu übertragen. Für eine Power Point wäre es doch deutlich praktischer, wenn ich nur das Tablet anschließen müsste und dann immer mit einem Druck aufs Tablet zur nächsten Folie weitergehen würde. Leider funktioniert das zumindest mit dem Venue 8 der 7000 Serie, also mit Android, nicht so. Spannend hätte ich gefunden, ob es mit Windows Geräten von Dell besser funktioniert.

Zum Stift muss ich leider auch sagen, tolle Idee aber eine schlechte Umsetzung. Ich persönlich bin ja ein totaler Fan von Tablets mit Stifteingabe. Wer schon man auf einem Surface Pro 3 geschrieben hat weiß was ich meine. Deshalb hatte ich mich auch so auf die Stifteingabe beim Dell Venue gefreut. Diese Freude verpuffte allerdings sehr schnell, denn der Stift bzw. das Tablet waren viel zu Träge. Erst mit Verzögerungen einer halben Sekunde sieht man die Striche auf dem Display, viel zu lange als das man richtig Schreiben könnte, leider.

Fazit

Das Dell Venue 8 7000 hat auch einen stolzen Preis. 449€ verlangt Dell aktuell auf der eigenen Webseite. Für mich ist das Fazit vom Tablet allerdings trotzdem sehr positiv ausgefallen. Wir haben hier definitiv ein Produkt für den Premiummarkt und hier fühlt sich auch alles sehr nach „Premium“ an. Wer also gerne nach einem guten, aber eben auch nicht ganz so günstigen Tablet mit Android sucht, der ist mit dem Dell Venue 8 7840 auf jeden Fall sehr gut bedient. Bei dem nötigen Kleingeld gibt es also auf jeden Fall eine Kaufempfehlung!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.