Dell Latitude 11 Testbericht

Im Vorhinein möchte ich mit bei Dell bedanken, die es mir ermöglicht haben über einen längere Zeitraum das Dell Latitude 11 ausführlich zu testen. Über einige Wochen hat mich die Businesslösung von Dell als mein Daily-Device begleitet. Soviel vor ab, mein Laptop war kaum noch in Benutzung und mein Tablet sowieso nicht, sollte ja auch irgendwie so sein bei einem 2in1 oder?

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Lieferumfang

Dell ist in Sachen Lieferumfang recht spartanisch. Ein Netzteil mit USB-C Anschluss, ein paar Zettelchen und, in meinem Fall, das Tastatur Cover lagen bei. Dieses Cover muss aber im Normalfall extra gekauft werden.

Technische Daten

Damit ihr wie immer eine Übersicht über die technischen Daten habt gibt es hier das Datenblatt:

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Haptik und Optik

Man merkt direkt von Anfang an, dass Dell hier Businesskunden anspricht. Als schön würde ich das Gerät nun wirklich nicht bezeichnen und ich glaube auch mal zu Abwechslung, dass man nicht darüber streiten kann. Dafür fühlt sich das Gerät sehr stabil an. Kein Knacksen, keine Spaltmaße, keine Angst, dass es gleich kaputtgeht. Perfekt für Business Lösungen, sieht man ja auch z.B. an den ThinkPads von Lenovo. Das geht natürlich auch zu Lasten des Gewichts. Ein Leichtgewicht ist das Latitude 11 auf keinen Fall. Das kann beim einfachen halten und Surfen auch durchaus anstrengend werden. Durch die Kickstandfunktion des Tastaturcovers nutzte ich das Gerät allerdings häufig auf dem Schoss im „Laptop-Modus“. Daher war für mich das Gewicht kein Problem. Auch auf dem Sofa oder im Bett, stellt man das Gerät ja sowieso eher auf der eigenen Plauze ab, als es die ganze Zeit zu halten, hier also auch kein Problem.

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Performance

Dell hat mir das Model mit Core m5 und 8GB RAM zur Verfügung gestellt. Ich kann euch sagen das Baby war schnell. Ich muss zugeben, dass ich zwar nicht großartig Fotos oder Videos bearbeitet habe, allerdings immer ein richtiger Browser Tab Messie bin. 20 Tabs und zwei bis drei Worddokumente gleichzeitig offen zu haben und darin schnell und performant arbeiten zu können war kein Problem. Eine meiner Lieblingsfunktionen, per Bluestacks die Android App von Amazon Instant Video zu nutzen, funktionierte auch, auch wenn es ab und an Probleme mit dem Sound gab, wobei ich hier mehr den Fehler bei Bluestacks als bei Dell sehe, da ich sonst nie Probleme mit dem Sound hatte. Die Videos ließen sich offline gut abspielen, etwas was bei Emulation auf Tablets nun wirklich keine Selbstverständlichkeit ist. Hier klappte es.

Akku

Dell gibt die Akkulaufzeit offiziell mit XX Stunden an. Ich muss sagen, wenn ich nur gesurft habe, dann hielt der Akku auch ausreichend lange. 5-6 Stunden im Akku Betrieb waren kein Problem. Allerdings bin ich zumindest in der Anfangszeit wohl einem Bug aufgesessen bei dem das Latitude 11 nicht ordentlich in den Ruhezustand versetzt wurde. Die Konsequenz war, dass das Tablet nach einigen Stunden im Rucksack leer war, sehr uncool, wenn man sein Tablet auf einmal braucht und es dann leer ist obwohl man es doch nur mal eben morgens im Zug benutzt hat. Nach einigen Wochen und ein paar Software Updates hatte ich das Problem allerdings von allein erledigt. Im Ruhezustand verbraucht das Latitude 11 dann kaum noch Strom, so wie es eben sein soll. Allgemein war ich mit der Akkulaufzeit ziemlich zufrieden. Nein es reicht nicht, wenn man den ganzen Tag am Tablet ohne Steckdose arbeiten muss, allerdings findet man mittlerweile ja fast überall Steckdosen wo man zur Not nachladen kann. Hier hat Dell meines Erachtens einen guten Kompromiss aus Leistung und Akkulaufzeit gefunden.

Display

Das Display des Tablets ist gut. Es ist nicht überragend, aber mit der FullHD Auflösung bei knapp 11 Zoll Dialoge ist es absolut ausreichend. Klar 4K ist schön, aber eben auch wieder härter für die Grafikeinheit und daher meistens auch akkulastiger. Außerdem kennen wir ja immer noch das Problem mit der Skalierung von normalen Desktop Programmen, hier ist dann FullHD doch angenehmer als 4K. Ein wenig heller hätte ich mir das Display allerdings doch gewünscht, gerade unterwegs kann es schnell zu einem Schminkspiegel werden, auch bei voller Helligkeit. Drinnen ist allerdings das Display wirklich gut.

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Fingerabdruckscanner

Zu den besonderen Sicherheitsfunktionen des Latitude zählt ja der Fingerabdruckscanner. Leider ist er bei Verwendung des Tastatur Covers nicht sonderlich gut zu erreichen, hier hat sich Dell offenbar nicht ganz so viel gedacht. Dazu ist die Performance des Fingerabdruckscanners eher dürftig. Wer die Geschwindigkeit des Scanners seiner Handys erwartet wird hier eindeutig enttäuscht. Ich persönlich habe es trotzdem gerne genutzt, da ich mir das Passwort eintippen erspart habe, allerdings war es nicht immer schneller, leider.

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Tastatur Cover

Das Tastaturcover von Dell machte wirklich Spaß. Einzig, dass es über den Fingerabdruckscanner geht ist ein Kritikpunkt. Ansonsten ließ sich ideal der Blickwinkel einstellen. Die Tasten hatten einen super Druckpunkt und auch eine Hintergrundbeleuchtung. Das Trackpad war präziser als man es von vielen Laptop gewohnt ist. Hier gibt es von mir keine Kritik.

Fazit

Ein Fazit für das Dell Latitude 11 fällt mir wirklich nicht leicht. Einerseits ist es ein tolles Tablet mit einer guten Performance, andererseits merkt man eben häufig den Businessteil daran. Es ist dick und nicht wirklich schick. Dazu ist der Preis ab 739€ ohne Tastatur auch nicht ganz billig. Wer allerdings auf einen integrierten Fingerabdruckscanner steht und ein gutes Arbeitsgerät möchte, dass durchaus auch etwas aushalten soll, dann kann bedenkenlos beim Dell Latitude 11 zuschlagen. Es ist stabil, schnell und legt Wert auf Sicherheitsfunktionen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die LTE-Fähigkeit. Es ist wirklich schön mit einer zweiten Sim-Karte surfen zu können ohne einen mobilen Hotspot eröffnen zu müssen. Besonders für Leute die von unterwegs arbeiten müssen kann das wirklich sinnvoll sein. Auf einer Skala von eins bis fünf kriegt das Latitude von mir solide 3,5 Sterne.

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